 Grußwort des Präsidenten der DGSS Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
die Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes trifft sich dieses Jahr erneut in Berlin, diesmal zu Ihrer 32. Jahrestagung. Die DGSS ist die älteste Fachgesellschaft für Schmerztherapie in Europa und hat mit ihren Jahrestagungen immer wieder deutliche Spuren im Gesundheitswesen hinterlassen. Das diesjährige Thema „Schmerz in Deutschland“ soll erneut Gelegenheit geben, eine wissenschaftliche Bilanz zu ziehen nach mehr als 30 Jahren wissenschaftlicher, klinischer und politischer Arbeit. Ich hoffe sehr, dass auch diesmal sowohl die wissenschaftlichen Fortschritte als auch die Defizite in Klinik und Versorgung im politischen Berlin wahrgenommen werden. Nach mehr als 30 Jahren von hervorragenden Fortschritten in der Schmerzdiagnostik und Schmerztherapie, von bahnbrechenden Ergebnissen der Grundlagenforschung und der klinischen Forschung bleibt immer noch sehr viel zu tun, um den Patienten gerecht zu werden. Die Defizite sind immer noch zu groß und stehen in keinem Verhältnis zu der geleisteten Arbeit.
Zum 13. Mal findet der Deutsche Schmerzkongress als gemeinsame Veranstaltung der DGSS und der DMKG statt. Ich bin über die freundschaftliche und fruchtbare Zusammenarbeit der beiden Gesellschaften sehr froh und dankbar. Ich denke, dass ein solches interdisziplinäres Vorgehen insbesondere in der Schmerztherapie einen richtigen Weg aufzeigt. Ich könnte mir vorstellen, dass man über weitere Schritte einer verstärkten Interdisziplinarität nachdenken könnte. Einen kleinen Versuch in diese Richtung wollen wir dieses Jahr schon unternehmen, in dem wir gemeinsame Sitzungen mit dem gleichzeitig stattfindenden Kongress der Orthopäden und Unfallchirurgen geplant haben. Hier sind viele Berührungspunkte und Gemeinsamkeiten, die zukünftig weiter ausgebaut werden könnten.
Dem Programmkomitee und den vielen Kolleginnen und Kollegen, die sich aktiv an der Programmplanung mit Vorschlägen beteiligt haben, danke ich sehr herzlich für ihre fleißige und phantasievolle Arbeit. Wir haben glücklicherweise erheblich mehr Vorschläge gehabt, als die entsprechenden Zeitplanungen es erlaubten. So konnte einerseits bei der Auswahl aus dem Vollen geschöpft werden, andererseits mussten aber auch interessante und wertvolle Beiträge zurückgestellt werden. Fast 200 Vorschläge sind eingegangen, lediglich 50 entsprechende Sitzungen konnten eingeplant werden. So bin ich sicher, dass Sie in Berlin ein spannendes und abwechslungsreiches Programm vorfinden. Auch außerhalb des Kongresses verspricht unsere Hauptstadt Spannung, Entspannung und Abwechslung. Ich hoffe, dass Sie alles genießen können und den nachhaltigen Eindruck mit nach Hause nehmen, dass „Schmerz in Deutschland“ ein wichtiges und lohnendes Thema ist.
In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich
Prof. Dr. Michael Zenz
Präsident der DGSS
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